#1 Wir sind in bester Gesellschaft – Rauswurf von Uwe Steimle beim MDR von Ulrich Walluhn 26.01.2020 16:07

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Wir sind in bester Gesellschaft – Rauswurf von Uwe Steimle beim MDR

Laudatio: Wenn die Eliten und insbesondere die Intendanz des MDR (im Volksmund auch Mäßig Deutscher Rundfunk genannt) außerstande sind, einen messerscharfen Satiriker wie Uwe Steimle, oder Gesellschaftskritik wie „Kanzleramt Pforte D“ zu verkraften, dann ich dies ein Zeichen von Armseligkeit aber keinesfalls von Größe oder Mut zur Wahrheit. Schon gar nicht kann von der Möglichkeit freier Meinungsbildung seitens des Zuschauers gesprochen werden. Kurzum – eine solche Intendanz hat auf ganzer Linie versagt und gehört abgelöst. Ich wünsche mir einen Intendanten oder eine Intendantin vom Schlage eines Klaus Graf Schenk von Stauffenberg, einer Sophie Scholl, eines Hans Scholl oder anderer menschlicher Größen, die der schlimmsten deutschen Diktatur mutig die Stirn geboten und damit mit ihrem Leben bezahlt haben. Ersatzweise können auch Willy Brandt oder Helmut Schmidt genannt werden. Wer nicht sagt was er denkt und nicht tut was er sagt, ist im öffentlichen Medium Fernsehen dem Grunde nach fehl am Platze.

Absatz: Ein solches öffentliches Statement hätte 1989 für das Aufscheinen der Stasi im dunkelgrünen Lada vor meinem Wohnhaus gesorgt, und ich wäre in der Untersuchungshaftanstalt Erfurt Andreasstraße verschwunden. Wir alle sind in der Pflicht, daß nie wieder solche Zeiten herrschen.

Satire erster Akt: Was den Geschwistern Claudia und Michael May der 17. Juni ist dem Rowdy-Rabulisten Ulrich Walluhn der 13. August und dem Staatsfeind Uwe Steimle der 09. November (Anmerkung des Verfassers: Datum willkürlich aber trefflich gewählt). Die Geschwister May wurden an einem 17.Juni (Aufstand 1953 in der DDR) aus ihrer Erfurter Notunterkunft zwangsausgewiesen, der „Walluhn“ an einem 13. August (Mauerbau 1961) aus seiner fast zehnjährigen Arbeit hinausgeworfen und Uwe Steimle.... na das wissen wir ja alle. Erich Mielke ist aus seinem Grab in Berlin auferstanden und klatscht minutenlang laut Beifall. Er meint dazu: „Det is jut wa. Der Siech des Soziälismuss is jetz fast soweit wa. De Jenossen aus unsrem Ministerjum sinn wachsam jewäsen und hamm jehandelt wa.“

Satire zweiter Akt: Die Geschwister May haben durch ihre staatsfeindlichen Aktionen selbst dafür gesorgt, aus dem Kollektiv der DDR-Bürger ausgestoßen zu werden. Ihr Gesamtverhalten war und ist gegen die sozialistische Ordnung der Groß-DDR gerichtet. Daraufhin haben die zuständigen staatlichen Organe den beiden Personen die Staatsbürgerschaft der Groß-DDR entzogen. Beide Personen wurden am 17. Juni 2017 gemäß den geltenden Gesetzen der souveränen Groß-DDR aus dem Staatsgebiet der Groß-DDR entfernt. Zahlreiche Kollektive der Volkseigenen Erfurter Betriebe haben sich zu Wort gemeldet und ihrer Meinung Ausdruck verliehen, daß die Staatsmacht endlich konsequent gehandelt hat und die beiden Störenfriede in die nötigen Grenzen wies. Gleichzeitig haben sich die Kollektive zu noch höheren Leistungen im Kampf um den Titel „Betrieb der sozialistischen Qualitätsarbeit“ verpflichtet.

Satire dritter Akt: Der Rabulist und Rowdy Ulrich Walluhn, kurz der W. (sprich Wä-Punkt) genannt, seit Jahrzehnten dadurch bekannt, daß er in hetzerischer und staatszersetzender Weise negativ-feindlich gegenüber Repräsentanten und Repräsentonkels der Groß-DDR sowie verdienten Staatsbürgern und Leistungsträgern unseres Arbeiter- und Bauernstaates auftritt und provoziert, ist am 13. August 2019 von seinem Arbeitsplatz verwiesen worden. Wachsame Genossen hatten festgestellt, daß sich der Wä-Punkt im März 2010 illegal in die Straßenbahnwerkstatt der Erfurter Verkehrsbetriebe VEB (K) EVB eingeschlichen hatte und von dort aus konspirativ einen Tunnel zur Haltestelle Urbicher Kreuz gegraben und zudem alle Stahlschränke mit den Akten von hinten aufgebohrt hatte. Nächtens drangen immer wieder Mainzelmännchen des Klassenfeindes bis zu den Schränken vor, erheischten Daten der Straßenbahnfahrzeuge und übergaben diese gegen Westgeld mehreren US-amerikanischen Geheimdiensten. Nur der Klassenwachsamkeit des Betriebsleiters Nasigoreng ist es zu verdanken, daß dem kriminellen Treiben endlich ein Ende gesetzt werden konnte. Genosse Nasigoreng erhielt vom Ministerium für Staatsicherheit aus der Hand des Kommandeurs der Bezirksdienstelle Erfurt Genossen Generalleutnant Schwarz den großen Verdienstorden für tschekistische Wachsamkeit, genannt auch Felix-Dscherschinski-Orden. Der Wä-Punkt erdreistete sich ab dem 14. August 2019 in Verbindung mit westlichen Hetzmedien zu treten und die Vorgänge in verlogener Weise zu entstellen und sich geschickt als Opfer auszugeben. Gegen sein Verhalten hat kürzlich das gesamte Kampfkollektiv des VEB (K) EVB in einem Demonstrationszug vom Urbicher Kreuz zur Bezirksleitung der Sozialistischen Einheitspartei Deutschland SED ein machtvolles Symbol für Frieden und Völkerfreundschaft und Sozialismus im einundzwanzigsten Jahrhundert gesetzt. Der Wä-Punkt hat eine Kündigung zum 31.12.2019 erhalten, eine großartige humanistische Tat des Arbeitgebers, der ihn auch sofort hätte entlassen können. Bis Jahresende hat der Wä-Punkt nun Gelegenheit, sich mit Reinigungsarbeiten an den Straßenbahnfahrzeugen und im Werksgelände zu bewähren. Der Wä-Punkt wird am 01.03.2020 aus der Staatsbürgerschaft der DDR entlassen und in die westdeutsche BäÄrDäh Niedersachsen ausgewiesen. Damit ist dem Störenfried endgültig sein Handwerk gelegt.

Satire vierter Akt: Das negativ-feindliche Element und Neonazi Uwe Steimle wurde zum 09. November 2019 fristlos beim Staatsfernsehen der Groß-DDR entlassen. Renegat-Querulant Steimle fiel schon seit Jahren durch endlose Provokationen und staats- und klassenfeindliche Äußerungen gegenüber der Partei- und Betriebsleitung des Mäßig Deutschen Rundfunkes MDR-Groß-DDR auf. Nun aber war das Maß endgültig voll. Der unbelehrbare St-Punkt bekommt nun die gerechte Strafe unseres fleißigen Volkes beim Aufbau der ausentwickelten sozialistischen Gesellschaft zu spüren. Konfliktkommission und Betriebs-Parteiorganisation als auch Betriebs-Gewerkschaftsorganisation waren sich nunmehr einig, den St-Punkt aus dem Reihen der fleißigen Genossen Moderatoren und Satiriker einstimmig auszuschließen. St-Punkt wird die Staatsbürgerschaft der Groß-DDR nicht entzogen, sondern er wird in einem großmütigen Akt begnadigt dahingehend, sich als Schuhputzer, Straßen- und Treppenreiniger auf dem Territorium des Geländes des MDR-Groß-DDR in Leipzig zwei Jahre zu bewähren, ehe über seine weitere Verwendung entschieden wird. Ganz sicher wird er zeitlebens nie wieder vor einer Fernsehkamera des MDR-Groß-DDR erscheinen. Seine zuletzt ausgefertigten Sendungen „Steimles Welt“ wimmelten nur so von Nichtachtung und Überheblichkeit gegenüber den sozialistischen Werktätigen auf dem Land und in der Stadt und propagierten offen einen Neofaschismus und Rassismus als auch feindliche Haltungen gegenüber dem sozialistischen Aufbau an sich sowie deren Führungskader in Staat, Wirtschaft und Medien. Insbesondere ist seine niveaulose und primitive Nachäffung unseres hochgeschätzten Generalsekretärs Erich von Honecker äußerst verwerflich und zeugt vom unbelehrbaren Ungeist des St-Punkt. Wir haben für ihn nichts als Verachtung übrig.

Venceremos Genossen. Vorwärts immer – rückwärts nimmer!

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